PKZH Struktur Ebene
Kapitalanlagen Struktur Ebene
Aktivitäten im Anlagebereich und weitere Informationen
Nachstehend finden Sie einen Überblick über wichtige Ereignisse und Massnahmen sowie weitere Informationen zum Anlagejahr 2010. Für den ausführlichen Tätigkeitsbericht verweisen wir auf den Geschäftsbericht.

Umsetzung der Anlagestrategie

Das Anlagereglement der PKZH beinhaltet eine strategische Absicherungsstrategie, um das Sanierungsrisiko möglichst klein zu halten. Bei Unterschreiten des Deckungsgrades von 115% wird schrittweise von der ambitiösen langfristigen auf die risikoärmere Anlagestrategie übergegangen. Sobald es die Risikofähigkeit der PKZH erlaubt, wird wieder schrittweise auf die langfristige Anlagestrategie zurückgekehrt.

Aufgrund der Erfahrungen, die während und nach der Finanzkrise gemacht wurden, erfuhr die Absicherungsstrategie der PKZH kleine Anpassungen bezüglich Geschwindigkeit und Kompetenzzuteilung. Entsprechend sind Anlagereglement und Anlagestrategie vom Stiftungsrat im April 2010 angepasst und in Kraft gesetzt worden.

Seit August 2009 bewegt sich der Deckungsgrad der PKZH immer zwischen 108% und 115%, das heisst im Bereich des Übergangs von der risikoärmeren zur langfristigen Anlagestrategie und umgekehrt. Im Sommer 2009 wurde zur Steuerung dieses Übergangs der sogenannte «Asset-Allocation-Overlay-Prozess» eingeführt. Dieser setzt den schrittweisen Aufbzw. Abbau der Aktien und Obligationen um. Diese Umschichtungen erfolgen aus Kostengründen mittels Derivaten.

Im Herbst 2010 wurden die Absicherungsstrategie und der Asset-Allocation-Overlay-Prozess einer ersten Erfolgskontrolle unterzogen. Das Hauptziel der dynamischen Steuerung der Aktienquote, nämlich das Vermeiden einer Unterdeckung, wurde während der Finanzkrise klar erreicht. Wegen diesen positiven Erfahrungen wurde beschlossen, an der Absicherungsstrategie und am Asset-Allocation-Overlay-Prozess festzuhalten.

Um das ausgeprägt prozyklische Verhalten des letzteren mit den Aktienmärkten ein wenig zu dämpfen, ist der Prozess im November leicht angepasst worden. Damit sollten die Renditenachteile, die bei einem zu häufigen Kauf und Verkauf von Wertschriften zu gewärtigen sind, gemildert werden.

Mandate und Verschiedenes

In der ersten Jahreshälfte wurde die Quote der inflationsgeschützten Fremdwährungs-Obligationen in drei Schritten von 6.1 auf 8% erhöht. Die benötigten Mittel sind aus zwei Fremdwährungs-Obligationenmandaten abgezogen worden. Bei den Aktienmandaten wurden keine Änderungen vorgenommen.

Im Jahr 2010 wurden insgesamt CHF 48 Mio. in vier verschiedene Immobilien-Anlagestiftungen investiert, die den Schweizer Markt abdecken. In die Anlagestiftungen für ausländische Immobilien flossen insgesamt CHF 16 Mio.

Im Rahmen der periodischen Überprüfung einzelner Anlagekategorien wurde das Private-Equity-Portfolio daraufhin analysiert, ob dieses die Renditeziele gemäss Anlagestrategie erfüllt hat. Die Überprüfung ergab, dass die Portfolio-Rendite bisher nicht ganz alle Vorgaben erfüllte. Aufgrund der eingeleiteten Massnahmen erwartet die Anlagekommission aber, dass das Portfolio in den nächsten Jahren die vorgegebenen Renditeziele erreichen wird. Das Commitment-Volumen für das Jahr 2010 belief sich auf insgesamt CHF 170 Mio. und verteilte sich auf Investitionen in Nordamerika, Europa und Asien.

Die Ende 2009  beschlossene Erhöhung der Hedge-Funds-Quote von 6 auf 7% wurde im ersten Quartal 2010 umgesetzt. In die drei Hedge-Funds-Module flossen zulasten der Fremdwährungs-Nominalwerte insgesamt CHF 185 Mio. Aufgrund des aktuell tiefen Zinsniveaus und angesichts des Risikoszenarios anziehender Inflation wurde einem diversifiziertes Hedge-Funds-Portfolio gegenüber den Nominalwerten der Vorzug gegeben, was sich im Jahr 2010 effektiv auch auszahlte.

Die Anlagekategorie Hedge Funds wurde ebenfalls daraufhin überprüft, ob sie die in der Anlagestrategie definierten Zielsetzungen erfüllt. Die Analyse zeigte, dass das Hedge-Funds-Portfolio der PKZH in den letzten Jahren sowohl weltweite Aktien als auch globale Obligationenanlagen übertraf. Zudem wurden die Vorgaben zum maximal einzugehenden Risiko jederzeit eingehalten. Nicht erreicht wurde jedoch die absolute Zielrendite seit Mandatsbeginn. Insgesamt leistete das Hedge-Funds-Portfolio aber einen positiven Beitrag zur Gesamtperformance.

Im Spätfrühling wurden CHF 103 Mio. in einen neu aufgesetzten Commodity-Swap investiert und dafür je CHF 51.5 Mio. von den zwei bestehenden Commodity-Anlagen abgezogen. Damit konnte das Manager-Risiko von zwei auf drei Parteien verteilt werden. Die Gegenparteirisiken sind wie bisher laufend abgesichert. erhöhen.

Vermögensverwaltungskosten

Die Vermögensverwaltungskosten beliefen sich 2010 auf insgesamt auf 21.1 Mio. CHF. (Details siehe Abschnitt 6.7 im Anhang zum Geschäftsbericht.)  Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 3.5 Mio. CHF ist vor allem eine Folge des gestiegenen Vermögens und höheren Aktienanteils.
 
    
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