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PKZH mit negativer Jahresrendite

Die PKZH erzielte im Jahr 2019 eine Rendite von -3.3 % und lag damit unter der benötigten Sollrendite von 2.6 %, die zur Aufrechterhaltung des Deckungsgrades notwendig gewesen wäre. Dieses negative Ergebnis wurde in erster Linie durch die nachgebenden Aktienmärkte verursacht, die sich im Jahresverlauf auf Verluste im zweistelligen Prozentbereich summierten.

Die Aktienanlagen der PKZH verloren insgesamt 10.1 %, die Nominalwerte (Staats- und Unternehmensanleihen) gaben um 2 % nach. Auf den in- und ausländischen Immobilien wurde konsolidiert eine Rendite 1.8 % erzielt. Die unter den nichttraditionellen Anlagen aufgeführten Private-Equity-Anlagen erreichten 13.3 % und schnitten damit unter allen Anlagekategorien am besten ab. Die Hedge Funds gaben um -5.5 % nach, die erst im Dezember 2017 eingeführten Insurance-Linked-Securities verloren 6.2 %.

Gesamtrendite 2017

Die PKZH investiert einen grossen Teil ihres Vermögens im Ausland und sichert die damit verbundenen Währungsrisiken weitgehend ab. Damit kann sie die jährlichen Renditeschwankungen erheblich reduzieren. Im vergangenen Jahr wirkte sich dies nachteilig aus (-1.3 %).

Abnahme der Wertschwankungsreserven

Die PKZH verzinste im Jahr 2018 die Altersguthaben der Aktiven Versicherten mit 2 % und die Rentnerkapitalien mit 2.5 %. Weiter wurden Rückstellungen im Umfang von 1 % der Altersguthaben gebildet, um das Leistungsniveau auch bei künftig tieferen Anlagerenditen halten zu können. Um die erbrachten Leistungen zu finanzieren, hätte eine Anlagerendite von 2.6 % genügt. Diese Vorgabe wurde mit der tatsächlich realisierten Rendite von -3.3 % deutlich verpasst. Dies drückt sich in einem gegenüber dem Vorjahr um 6.9 %-Punkte auf 110.9 % gesunkenen Deckungsgrad aus. Die Überdeckung von 10.9 % stellt eine Wertschwankungsreserve dar. Diese wird zum Auffangen möglicher Wertverluste benötigt.

Performance des PKZH-Vermögens im Vergleich zur Benchmark

Die Jahresperformance von -3.3 % lag leicht tiefer als die Strategie-Benchmark. Die relative Differenz von -0.4 Prozentpunkten ist durch diverse Auswirkungen der sukzessiven Umsetzung der Strategie sowie durch die Rebalancing-Dynamik geprägt.

Aktien und Nominalwerte:

Die nicht-kotierten CHF-Nominalwerte legten um 1.5 % zu. Die Obligationen in Schweizer Franken rentierten mit 0.4 %, während die Benchmark 0.3 % erreichte. Insgesamt schnitten die nominalwertigen Obligationen CHF mit 0.9 % ab.

Die FW-Obligationen verloren 0.1 % (währungsgesichert), die Benchmark legte 1.8 % zu. Das Obligationenportfolio war bis Ende Januar neben Staats- auch in Unternehmensanleihen investiert, was massgeblich zur Abweichung beitrug. Weiter spielte das Basisrisiko der derivativen Positionen eine Rolle - sie wurden im Jahresverlauf kontinuierlich reduziert.

Die Mandate der globalen Unternehmensanleihen (ex CHF) gaben 5.3 % nach, die Benchmark verlor 5.2 %. Die Differenz ist auf das leicht schlechtere Abschneiden von drei Managern des Sektors Investment-Grade zurückzuführen. Die gesamten Nominalwerte verloren im letzten Jahr 2 %.

Die Schweizer Aktien verloren wie die Benchmark 8.8 %. Die Aktien der Industrieländer erreichten -9.8 % (währungsgesichert) und lagen mit diesem Ergebnis 0.1 Prozentpunkte unter der Benchmark. Die Differenz ist primär auf Allokationseffekte zurückzuführen. Die Schwellenländer-Aktien gaben um 12.3 % (währungsgesichert) nach, die Benchmark um 13.2 %. Ein aktiver Manager verlor einiges mehr als die Benchmark, während zwei andere aktive Manager dank ihrer überdurchschnittlichen Leistung insgesamt zum besseren Abschneiden gegenüber der Benchmark beitrugen. Die gesamte Anlagekategorie verlor währungsgesichert um 10.1 %.

Immobilien:

Immobilien Schweiz gewannen 3.7 %, die Benchmark erzielte eine Rendite von 3.6 %. Die geringe Differenz ist auf das bessere Abschneiden des Schweizer Immobilienfonds-Mandats zurückzuführen. Insgesamt erzielten die ausländischen Immobilien eine Rendite von -2.2 % (währungsgesichert) und schnitten damit 0.8 Prozentpunkte schlechter als die Benchmark ab, die im letzten Jahr 1.4 % verlor. Die Differenz ist vor allem durch ein sich in Liquidation befindende Mandat zurückzuführen. Die Anlagekategorie Immobilien legte insgesamt währungsgesichert 1.8 % zu.

Alternative Anlagen:

Das Hedge-Funds-Portfolio erzielte im gesamten Jahr 2018 eine Rendite von -5.5 % (währungsabgesichert in CHF). Das Ergebnis lag unter der Benchmark, welche über denselben Zeitraum einen Verlust von -5.3 % verzeichnete. Für die Unterperformance sind insbesondere die beiden Risikoprämienprodukte sowie das Modul «Market Timing» verantwortlich.

Die Private-Equity-Anlagen der PKZH erreichten 13.3 % (währungsgesichert). Dazu muss bemerkt werden, dass aufgrund zeitverschobener Bewertungen die hier aufgeführte Performance zum grossen Teil diejenige von Oktober 2017 bis September 2018 widerspiegelt.

Die Senior Secured Loans, die im Frühjahr 2018 aufgebaut wurden, verloren 3 % (währungsgesichert), die Insurance-Linked-Securities 6.2 % (währungsgesichert).

Peer-Group-Vergleich

Das Jahresergebnis des Pensionskassen-Index der Credit Suisse (-3.2 %), des «Pictet BVG-25 plus» (-3.1 %) und der PKZH (-3.3 %) lagen nahe beieinander. Die Rendite des Index «Pictet BVG-40 plus» lag mit -4.4 % deutlich darunter.

Gegenüber dem CS-Index punktete die PKZH mit der höheren Allokation bei den Private-Equity-Anlagen sowie der tieferen Allokation bei den kotierten Aktien. Auch die Diversifikation aus den reinen Aktienrisiken in die Kategorien wie Hedge Funds, Kreditpapiere und Insurance-linked Securities half. Diese rentierten zwar negativ, aber besser als Aktien. Negativ wirkten sich hingegen die vergleichsweise tiefe Allokation der PKZH in Obligationen CHF (inkl. Hypotheken) und Immobilien Schweiz sowie die überdurchschnittliche Berücksichtigung von Aktien Emerging Markets aus. Ein weiterer Faktor, der gegenüber allen drei Universen Performance kostete, war die vergleichsweise starke Währungsabsicherung der PKZH.

Gegenüber dem «Pictet BVG-25 plus» verlor die PKZH primär aufgrund der tieferen Allokation in Obligationen CHF und der höheren Aktienquote sowie der starken Währungsabsicherung relative Performance. Gegenüber dem «Pictet BVG-40 plus» waren vor allem die tiefere Aktienquote und die damit verbundene breitere Diversifikation der PKZH entscheidend für ihren deutlichen Vorsprung.

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