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Klimastrategie

Die PKZH nimmt ihre treuhänderische Sorgfaltspflicht wahr und berücksichtigt in ihrer Anlagestrategie sämtliche Risiken, denen Unternehmen ausgesetzt sind.

Darunter fallen auch Klimarisiken. Unter Berücksichtigung ihrer allgemeinen Grundsätze der Vermögensverwaltung hat die PKZH beschlossen, die aus dem Übergang in eine Welt mit signifikant geringerem Kohlestoffverbrauch resultierenden Risiken zu diversifizieren.

Sie setzt sich zum Ziel, den CO2-Fussabdruck des gesamten Aktienvermögens gegenüber dem MSCI All Countries World Index IMI (Stand 2016) bis 2024 um 50% zu reduzieren.

Die PKZH unterzeichnete im Oktober 2020 den von den UN Principles of Responsible Investment und der UNEP Finance Initiative initiierten Montreal Carbon Pledge

Damit verpflichtet sich die PKZH, den CO2-Fussabdruck auf jährlicher Basis zu messen und zu veröffentlichen. Als Teil der Klimastrategie versucht sie zudem, direkt oder indirekt auf CO2-intensive Firmen Einfluss zu nehmen und sie dazu zu bewegen, Klimarisiken wirksam zu adressieren und ihre Geschäftsmodelle auf eine mit dem Pariser Klimaabkommen kompatible, CO2-ärmere Wirtschaft auszurichten.

Umsetzung

Die Klimastrategie wird schrittweise folgendermassen umgesetzt:

Aktives Aktionariat

Als Aktive Aktionärin übt die die PKZH ihre Aktienstimmrechte in der Schweiz und im Ausland aus und führt einen aktiven Dialog mit Unternehmen in der Schweiz und im Ausland zu Umwelt- und Klima-, sozialen sowie Corporate Governance-Themen. Schwergewichtig nimmt sie auf die Firmen in CO2-intensiven Sektoren Einfluss, damit diese ihren CO2-Aussstoss reduzieren. Die PKZH ist überzeugt, dass dies ein wirksamer Weg ist, um einen Beitrag an eine nachhaltige Entwicklung der Weltwirtschaft zu leisten. Demgegenüber glaubt sie nicht, dass mit dem Ausschluss von Firmen deren Verhalten beeinflusst werden kann.

Ausschluss von Kohle-Firmen

Kohleproduzenten sowie Versorger, deren Anteil an Kohle in der Stromproduktion mehr als zwei Drittel ausmacht, werden vom Anlageuniversum ausgeschlossen. Aufgrund des tiefen Wirkungsgrades von Kohle in der Stromproduktion werden die Risiken der Kohleindustrie als besonders hoch eingestuft.

Untergewichtung von Sektoren

Vom Dekarbonisierungsprozess in hohem Ausmass betroffene Sektoren (Erdöl und Erdgas, Versorger, Grundstoffe und Industrie) werden untergewichtet. Damit werden die Risiken in jenen Bereichen reduziert, welche von den Folgen der Klimaerwärmung am stärksten betroffen sind. Als Investorin in diese Sektoren kann und wird die PKZH auch in Zukunft einen aktiven Dialog mit den betroffenen Unternehmen führen.

Untergewichtung von Firmen mit einer hohen CO2-Intensität

Damit werden hochgradig CO2-ineffiziente Unternehmen untergewichtet. Mit den davon betroffenen Firmen wird der Dialog aufrechterhalten.

Aktive Mandate

Ein Teil des Aktienvermögens wird über aktive Mandate investiert, deren CO2-Fussabdruck markant geringer ist als jener des Aktienindexes.

Die Umsetzung der PKZH-Klimastrategie erfolgt schrittweise und wird laufend überwacht sowie an neue Entwicklungen angepasst.

Footprint-Report

Die PKZH hat sich zum Ziel gesetzt, den CO2-Footprint ihres Aktienvermögens gegenüber dem MSCI All Countries World Index IMI (Stand 2016) bis 2024 um 50% zu reduzieren. 

Zur Überwachung der mit der Klimastrategie verbundenen Zielsetzung wird jährlich der CO2-Footprint des Aktienportfolios berechnet. Die beobachteten Veränderungen werden auf verschiedene Faktoren zurückgeführt und die Auswirkungen auf die erzielte Rendite werden gemessen. Dies erlaubt es, die Entwicklung und den Erfolg der Klimastrategie über die Zeit zu verfolgen.

Im Jahr 2016 wurde das Aktienportfolio der PKZH weitgehend passiv umgesetzt und wies einen mit dem globalen Index vergleichbar hohen CO2-Footprint aus. 2017 wurden die Schwellenländer-Aktien restrukturiert und neu mit aktiv bewirtschafteten Mandaten umgesetzt. In der Titel-Selektion der aktiven Mandate wurden hochgradig CO2-intensive Unternehmen grösstenteils vermieden, was den CO2-Footprint des Gesamtportfolios um rund 20% reduzierte. In den Jahren 2017-2018 wurde die Klimastrategie erarbeitet und im Jahr 2019 in einem ersten Schritt umgesetzt.

Per Mai 2021 liegt der Portfolio-Footprint (680 MTCO2e) 31% unter dem Weltaktienindex per Ende 2016 (980 MTCO2e). Den grössten Reduktionsbeitrag leistet die Untergewichtung von CO2-intensiven Firmen, v.a. in den Sektoren Energie und Versorgern. Auch der Ausschluss von Firmen mit Kohlereserven trägt substanziell zur Dekarbonisierung des Portfolios bei. Um den Zielwert von rund 500 MTCO2e zu erreichen, wird die Untergewichtung der Sektoren Energie, Versorger, Grundstoffe und Transport in den nächsten Jahren schrittweise erhöht. Zudem wird mit vielen CO2-intensiven Firmen ein Dialog darüber geführt, möglichst ambitionierte Reduktions- bzw. Netto-Nullziele zu setzen und deren Umsetzung zeitnah anzugehen bzw. bestehende Massnahmen zu verstärken.

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