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Verwaltungskosten

Zusammensetzung der Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten setzen sich aus dem Aufwand für die Versichertenverwaltung und den Kosten für die Vermögensverwaltung zusammen.

Aufwand für die Versichertenverwaltung 2018

Der Aufwand der PKZH für die Versichertenverwaltung belief sich im 2018 auf rund 7.6 Millionen Franken. Zwei Drittel davon entfallen auf den Personalaufwand, ein Drittel auf den Sachaufwand.

Der Aufwand für eine einzelne versicherte Person stellt sich im Durchschnitt auf 144 Franken pro Jahr.

Rund 6.7 Millionen des Aufwands wird über die Vermögenserträge finanziert. Den verbleibenden Rest von rund 0.9 Millionen Franken steuern die angeschlossenen Unternehmen bei, in Form eines Verwaltungskostenbeitrags von 0.25% der koordinierten Löhne. Die Versicherten selber haben keine Verwaltungskosten zu übernehmen.

Finanzierung der Versichertenverwaltung

Der Hauptanteil dieses Verwaltungsaufwands wird über die Vermögenserträge finanziert.

Für die Stadtverwaltung und für Angeschlossene Unternehmen, die ihre Löhne durch Human Resources Stadt Zürich (HRZ) ausrichten lassen, wird kein Verwaltungskostenbeitrag erhoben, weil der Aufwand für die Pensionskasse sehr gering ist. Der Grund liegt darin, dass das HRZ alle relevanten Personal- und Lohndaten erfasst und der Pensionskasse über eine elektronische Schnittstelle liefert.

Die Verwaltungskostenbeiträge der übrigen Angeschlossenen Unternehmen betragen 0.25% der koordinierten Löhne. Das entspricht im Mittel rund 120 Franken pro versicherter Person oder ungefähr drei Viertel des bei dieser Versicherungsgruppe tatsächlich anfallenden Verwaltungsaufwandes.

Vermögensverwaltungskosten 2018

Neben den der PKZH direkt in Rechnung gestellten Kosten werden auch die in Kollektivanlagen, d.h. die in Fonds und ähnlichen Anlagenvehikeln anfallenden Aufwände, in der Betriebsrechnung ausgewiesen. Die Kosten der allermeisten der insgesamt 221 Kollektivanlagen konnten erhoben werden, so dass 99.9 % des PKZH-Vermögens als kosten-transparent gelten. Als kosten-intransparent sind nur 6 Private-Equity-Anlagen auszuweisen. Es handelt sich dabei hauptsächlich um US-amerikanische Dachfonds, die nicht genügend Informationen bereitstellten, um eine revisionstaugliche Kostenerhebung durchzuführen.

In der Tabelle unten sind pro Anlagekategorie die im Jahr 2018 erzielten Bruttorenditen, die angefallenen Vermögensverwaltungskosten sowie die resultierenden Nettorenditen aufgeführt. Die PKZH erzielte demnach im Geschäftsjahr eine Bruttorendite von -2.2 %. Nach Abzug der gesamten Vermögensverwaltungskosten von 1.1 % verbleibt eine Nettorendite von -3.3 %.

Kosten 2018

Die flüssigen Mittel werden hauptsächlich in breit diversifizierte Geldmarktfonds angelegt, um die Ausfallrisiken möglichst tief zu halten. Die Kosten für die Verwaltung der flüssigen Mittel sind mit 0.08 % tief, was aufgrund der aktuell sehr tiefen Zinssätze wichtig ist. Die Anlage der umfangreichen CHF-Nominalwerte, die überwiegend indexiert erfolgt, verursachte mit 0.08 % sehr tiefe Kosten. Etwas teurer sind mit 0.10 % die Fremdwährungs-Nominalwertanlagen. Der Beizug von Beratung zur Limitierung der Ausfallrisiken bei den Staatsanleihen sowie teurere Unternehmensobligationen-Mandate sind dafür verantwortlich.

Die meisten Aktienanlagen erfolgen indexiert und verursachen aufgrund des hohen Volumens nur tiefe Kosten. Knapp drei Viertel der Kosten von 0.16 % entfällt auf vier Mandate, die aktiv verwaltet werden. Ihr Anteil an den Aktienanlagen macht 14.3 % aus. Diese vier aktiven Mandate haben nach Abzug aller Gebühren im Jahr 2018 die Benchmark um 0.1 Prozentpunkte übertroffen. Auch seit Mandatsstart haben diese Mandate ihre Benchmark um 1.6 Prozentpunkte pro Jahr geschlagen. Die höheren Kosten zahlten sich somit langfristig aus.

Die Kosten für die Investitionen in Schweizer Immobilien sind mit 0.4 % – zumindest für indirekte Anlagen – tief. Die Kosten für Anlagen in ausländische Immobilien fallen mit 0.6 % leicht höher aus. Den höchsten Kostenbeitrag liefern dabei die nicht-kotierten Anlagen. Die kotierten ausländischen Immobilienanlagen erfolgen in Form von Aktien, für die keine Immobilienverwaltungskosten erhoben und ausgewiesen werden müssen.

Die Private-Equity-Anlagen verursachten Kosten in der Höhe von 7.3 %. Dabei handelt es sich um Investitionen in nicht-kotierte Firmen, d.h. um Aktienanlagen. Die Kosten fallen im Vergleich mit den oben kommentierten, kotierten Aktienanlagen (0.16 %) massiv höher aus. Grund dafür ist die sehr aufwändige Verwaltung der Anlagen. Für den Anlageentscheid ist jedoch nicht die Höhe der Kosten von Bedeutung, sondern die erzielte Nettorendite. Im Jahr 2018 lag die erzielte Rendite dieser Anlagekategorie mit netto 13.3 % deutlich über jener der kotierten Aktien (-10.1 %). Aufgrund der sehr unterschiedlichen Investitionsform, der fehlenden Marktbewertung der Private-Equity-Anlagen sowie einem zeitlichen Hinterherhinken der Bewertungen ist dieser Vergleich jedoch nicht aussagekräftig. Eine saubere Gegenüberstellung bildet die Methode des «Public Market Equivalent». Mit dieser wird die Nettorendite für kotierte Aktien bestimmt unter Annahme eines gleichen zeitlichen Investitionsverhaltens wie für die Private-Equity-Anlagen. Demnach haben diese Anlagen seit Investitionsbeginn im Jahr 1997 bis Ende 2017 eine Durchschnittsrendite erzielt, die nach Abzug aller Kosten 2.1 Prozentpunkte pro Jahr über jener börsenkotierter Anlagen liegt. Die hohen Kosten der Private-Equity-Anlagen haben sich somit für die PKZH gelohnt.

Die Kosten der Hedge-Funds-Anlagen betrugen 2018 3.9 %. Davon entfielen rund
60 % auf fixe Kosten für die Verwaltung der Anlagen und rund 40 % auf die Performance-Gebühren. Letztere wurden aufgrund der erzielten Bruttorenditen ausbezahlt und fielen bei den Hedge-Funds schon im Jahr 2017 an, als diese Anlagekategorie brutto mit 6.1 % rentierte. Diese Aufwendungen konnten aufgrund verzögerter Datenverfügbarkeit erst jetzt in den Vermögensverwaltungskosten der PKZH berücksichtigt werden. Für den Anlageentscheid relevant ist jedoch nicht ein einzelnes Jahresergebnis, sondern ein langfristiger Vergleich. Die Hedge-Funds-Investitionen warfen seit Beginn (Ende Jahr 2000) mit 3.4 % eine gleich hohe Nettorendite ab wie ein gemischtes Portfolio traditioneller Obligationen- und Aktienanlagen, jedoch unterlag das Hedge-Funds-Portfolio geringeren Wertschwankungen und diversifizierte zudem das Anlagevermögen. Im Vergleich zu einem reinen Portfolio von Nominalwerten, das seit Ende Jahr 2000 mit 2.8 % pro Jahr rentierte, ergab sich eine Mehrrendite von 0.6 Prozentpunkten pro Jahr. Damit erwiesen sich auch die Hedge-Funds-Anlagen für Versicherte und Arbeitgeber trotz hoher Kosten als nutzbringend.

Die Insurance-Linked Securities, die seit Dezember 2017 aufgebaut werden, verursachten Kosten in der Höhe von 1.8 %.

Die Kosten der Senior Secured Loans, in die seit Frühjahr 2018 investiert wird, machten 0.5 % aus.

Auf Stufe Gesamtvermögen fallen noch folgende, nicht den einzelnen Anlagekategorien zuordenbare Kosten an: Die produkt-unabhängigen Vermögensverwaltungs-Kosten, welche insbesondere die Kosten für die Depotbank, die Geschäftsstelle, die Anlagekommission, den Stiftungsrat und die Anlageberatung umfassen, machten 0.05 % des Gesamtvermögens aus. Der Aufwand für die Managerselektion der traditionellen Anlagen belief sich auf CHF 0.23 Mio. Der Aufwand für die Währungsabsicherung machte 0.01 % des Gesamtvermögens aus.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass von den gesamten Kosten von
1.15 % der grösste Teil, nämlich 77 %, auf die Private-Equity- und Hedge-Funds-Anlagen zurückzuführen ist. Diese machten 16.2 % des Vermögens aus. Mit diesen beiden Anlagekategorien konnte zusammen seit Investitionsbeginn im Vergleich zu den traditionellen Aktien- und Obligationenanlagen ein durchschnittlicher Netto-Mehrertrag von 0.15 Prozentpunkten pro Jahr erzielt werden. Ohne diese Mehrrendite müssten die Beitragssätze um 1.1 Prozentpunkte höher angesetzt sein. Dies entspräche einer Mehrbelastung der Aktiven Versicherten von rund CHF 9 Mio. und für die Arbeitgeber von rund CHF 13 Mio. pro Jahr. Die mit hohen Kosten verbundenen Anlagen in Private Equity und Hedge Funds lohnten sich somit für alle Beteiligten spürbar.

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